Montag, 5. Mai 2008

Bankroll Managment und warum es wichtig ist!

"Bankroll Managment? Omg Langweiler!" wird sich wohl der ein oder andere nun denken, und wahrscheinlich auch die nächsten paar Sätze nicht mehr lesen. Nicht weiter schlimm, denn sie werden eine wichtige Fähigkeit eines Pokerspielers wohl nicht zu schätzen wissen. Nein, es ist nicht nur wichtig die richtige Entscheidung zur richtigen Zeit zu treffen, auch wie ihr mit eurem finanziellen Erfolgen umgeht ist extrem wichtig!

Warum ich gerade darauf eingehen will? Bei mir hat sich nun zum 2ten male die Wichtigkeit des BRM gezeigt, und das ist auch der Grund warum ich jedem nur empfehlen kann, sich dazu auch Gedanken zu machen. Meine Bankroll stagniert nun seit 9 Monaten bei fast 3.000$. Im ersten Moment klingt das jetzt nicht wirklich danach, als ob ich viele gute Entscheidungen während der Zeit getroffen hätte. Dem ist aber nicht so!

Während der letzten 9 Monate erreichte meine Bankroll bereits 2x die 6k Marke, allerdings passierten auch Sachen, die einem nunmal leider passieren: Zum einen traf mich ein sehr sehr übler Downswing, durch welchen ich knapp 3 Monate keinen Gewinn machen konnte und meine Bankroll gut in Mitleidenschaft gezogen wurde. Zum anderen musste ich auch für Angelegenheiten im privaten Bereich den ein oder anderen Dollar auscashen. Hätte ich mich in der Zeit nicht an BRM gehalten, wäre ich wohl mittlerweile broke.

Nachdem ich zu letzt bei PokerStars die 180er mit einem 22$ BuyIn gespielt habe und ein wenig Cashgame NL200 erwischte mich wieder einmal das, was man sich nicht wünscht. Ich konnte in knapp 40 MTTs nicht cashen und auch im Cashgame ging es fast 3 BIs down (wenig gespielt von daher nicht so viel im ersten Moment, aber $/100 ist miesen). Klar, am Anfang des Monats hatte ich meine Bankroll mit einem ersten und einem zwoten Platz gut gepusht gehabt, aber insgesamt reichte das leider nicht. NL200 muss ich nun also fürs erste wieder sein lassen. Auch durfte ich wieder einmal etwas auscashen, weshalb ich nun also wieder "Aufbauarbeiten" leisten darf.

Dafür habe ich mir momentan die HU-SNGs ausgesucht. Sie machen Spaß und die Gegner sind soweit eigentlich alle schlagbar. Momentan spiele ich noch zur Eingewöhnung bei einem BuyIn von 33+1,5$ auf Full Tilt Poker, allerdings werde ich wohl nächste Woche ein Limit hochgehen.

Sobald sich meine Bankroll wieder normalisiert hat werde ich auch wieder die Cashgames in Angriff nehmen. Ich hoffe, dass sich das ganze nicht allzulange hinziehen wird. Entsprechend werde ich auch im nächsten Eintrag etwas ausgiebiger auf das Thema BRM eingehen, und wie man für sich selbst die Komfortzone finden kann. Bis dahin!

1 Kommentare:

mike hat gesagt…

Will dich nicht dissen, aber arbeite mehr an deinen leaks.

Downswing hin oder her, bei keinem läufts immer perfekt. Nur schafft ein wirklich guter Pokerspieler trotzdem (fast) jeden Monat ein deutliches Plus. Denk auch mal daran, dass du in deinen up-Phasen überdurchschnittliches Glück hast.

Sonst endet die Geschichte so, dass du in einem Jahr immer noch von ups und downs schreibst, die bankroll nicht steigt, weil die Gegner besser werden und deine edge gegen Null geht.

Und das wäre doch echt schade, wenn du dich so viel mit dem Spiel beschäftigst!

Viel Glück!