Zunächst einmal würde ich mich freuen, wenn ihr etwas Feedback geben würdet, bzgl der "Artikel" die ich hier mit verfasse, ob ihr daran überhaupt Interesse habt, oder was euch halt mal interessieren würde. Ich werde versuchen euch auch so weit wie möglich entgegen zu kommen, schließlich soll der Blog ja auch interessant sein.
Zu letzt versuchte ich anzuzeigen, warum BRM so wichtig ist, und warum es mich gerettet hat nach nun 2 Downs nicht broke gegangen zu sein. gummihuhn hatte auch daraufhin geschrieben, dass er für ein sehr konservatives BRM ist und er mit knapp 80 BIs immer noch NL100 spielt. Ein paar Gründe zum BRM und für euer Spiel möchte ich euch hier noch einmal näher bringen.
Es gibt wie ihr bereits gemerkt habt mehrere Arten BRM zu betreiben. Der eine möchte überaus komfortabel in einem Limit spielen (siehe gummihuhn), da er sich z.B. dazu entschieden hat zwischendurch einfach mal was auszucashen, weshalb er 30-40 BIs als Grundbedarf festgelegt hat. Andere spielen mit einem soliden BRM, was knapp 20 BIs bedeutet. Diese Spieler befinden sich noch im Aufbau ihrer Bankroll. Gerade zu Beginn, wenn man sich relativ sicher ist, ein Limit zu schlagen kann diese Variante sehr gut sein um schnell seine Bankroll aufzubauen. Wichtig ist hierbei das man aber auch bereit ist das Limit zu droppen, wenn halt mal gerade alles nicht so wirklich gut läuft. Generell kann man da natürlich keine Aussagen machen, allerdings sollte mit nur noch 15 BIs gedroppt werden. So haben wir immer noch eine komfortable 30 BIs für das untere Limit.
Beispiel: Wir spielen NL50 und haben unsere Bankroll auf 2.000$ gebracht. Nun entschließen wir uns auf NL100 umzusteigen. Allerdings kommen wir mit dem Limit noch nicht ganz klar, und verlieren auch etwas Varianzbedingt 500$, also 5 BIs. An dieser Stelle sollten wir wieder auf NL50 zurück gehen. Wir haben für NL50 immer noch eine 1.500$ Bankroll, was also selbst Spielern mit einem komfortablen BRM mehr ausreicht. Ebenfalls brauchen wir auch nicht so lange, um die nächsten Shots Richtung NL100 zu machen.
Es gibt auch noch die Variante mit 10 oder weniger BuyIns, allerdings sollte dies wirklich nur für NL10/25 maximal genutzt werden, wenn wir uns im Bankroll Aufbau befinden. Bei dieser Variante besteht die Große Gefahr durch einen Downswing oder einfach nur Tilt die komplette Bankroll zu verlieren. Da wir ja auch nicht jeden Monat wieder etwas einzahlen wollen, auch die explizite Empfehlung dies nur für NL10 und NL25 zu machen, da 100-250$ einem wohl "nicht so weh tun" sollten. Klar, der ein oder andere macht etwas mehr Geld und kann auch sofort ein größeres Grundkapital einbringen, doch die Leute, die wirklich von unten anfangen wollen, wirklich das 10 BuyIn-Konzept nur als Hinweis, das man sowas machen könnte.
Wer nun allerdings denkt, dass eine bestimmte Variante für ihn die Beste sei, dem kann man auch sagen, dass dies nicht so generell richtig ist. Meiner Erfahrung nach spielen da auch noch einige andere wichtige Faktoren mit ein. Einer dieser Faktoren ist der Spielstil der verfolgt wird. Wenn man eher nittig spielt, wird man nicht so herbe Swings in seiner Bankroll haben, als das man es als LAG ("LAG mit Bremse" wie es Ivo Donev im Intellipoker-Blog so schön formulierte) erleben wird. Dies sind allerdings ganz normale Phänomene, die mit dem Spielstil erklärbar sind. Ein LAG wird mehr Flops sehen und auch öfters größere Pöte spielen, während ein Nit selten einen Flop anschaut, und auch kaum einen größeren Pot spielen wird, und wenn wird er in der Situation meist die deutlich beste Hand halten. Entsprechend sollte man sich überlegen, welchen Spielstil man selbst spielen will oder für sich am Besten hält, und seine Bankroll diesem anpassen.
Nun gut, ich hoffe das ein paar Leser etwas neues gelernt haben. Im nächsten Blog-Eintrag werde ich dann auch noch etwas auf die einzelnen Limits und Entscheidungen in diesen eingehen.
Ja, aber, der Blog soll ja auch ein wenig was von mir und meinem Spiel enthalten. Wie bereits im letzten Eintrag erwähnt spiele ich momentan hauptsächlich die 33+1,5$ HU-SNGs auf Full Tilt Poker. Mein ROI bei diesen liegt bei ca. 12%, ist allerdings auch nach einer kleinen Varianz von knapp 2 Siegen und 16 Niederlagen in 18 Spielen deutlich gesunken ;) Ich hoffe, dass die Varianz nun wieder etwas erbarmen zeigt, und meinen Gegnern nicht immer Runner-Runner gibt. Mit meinem Spiel in den HU-SNGs bin ich allerdings bislang sehr sehr zufrieden. Meine anfängliche Passivität hat sich nun auch stark gelegt, und das ein oder andere Play schnappt man nun auch auf, so dass man sich dagegen gut verteidigen kann.
Bei den MTTs spiele ich momentan regelmäßig das 11,5k Guarantee auf Full Tilt Poker. Leider konnte ich aber noch keinen nennenswerten Erfolg verbuchen. Die meiste Zeit bin ich in der Bubble-Phase oder kurz davor einfach zu Carddead + Short, und muss dann halt recht marginale Plays machen, die leider aber nicht so oft klappen, wie sie denn sollten. Nichtsdestotrotz werde ich hier weiter am Ball bleiben, und hoffentlich auch irgendwann endlich mal ein größeres MTT gewinnen können.
Eine Kleinigkeit zum Schluß aber auch noch, die nix mit pokern zu tun hat. Seit langer Zeit habe ich mir mal wieder ein Album gegönnt. Dabei handelt es sich um das folgende: "Der W - Schneller, Höher, Weidner" Hinter dem Künstler Der W (Homepage) versteckt sich niemand anderes als Stephan Weidner, den der ein oder andere wohl noch von den Böhsen Onkelz kennen sollte. Beim ersten durchhören war ich ehrlich gesagt nicht so begeistert. Doch dann, desto öfter ich es hörte, desto besser gefiel es mir! Um allen vielleicht noch einen kleinen Eindruck zu vermitteln, was ihn denn so erwartet, dem kann ich noch den YouTube Link zu dem Video von Geschichtenhasser ans Herz legen. Würde mich freuen wenn der ein oder andere Vorurteilfrei einfach mal reinhören würde, ich kann es nur empfehlen.
Nun gut, das soll auch erst einmal wieder reichen (wer bis hierhin gelesen hat bitte mal ein 333 in den Comments posten^^). Euch allen noch gute Hände und möge die Varianz mit euch sein!
Mittwoch, 7. Mai 2008
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8 Kommentare:
333
Na ja, sind schon ok deine Gedanken zum BRM und für Anfänger hilfreich.
Irgendwie hab ich bei dir aber immer das Gefühl, dass du noch nicht so ganz das richtige feeling gefunden hast. Jetzt versuchst du HU-SNGs. Schön, dass du eine winrate hast, aber wenns wieder abwärts geht, gibts du dann wieder auf und machst wieder den üblichen Trick, erst hatte ich eine winrate von xxx und dann einen x buy-in downswing?
Würde auch nicht so viele Turniere spielen, und mich auf cashgames konzentrieren, weil langfristig in den cashgames das Geld liegt.
mfg
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@mike
also es als "trick" zu bezeichnen, wenn etwas nicht so läuft wie es laufen sollte, und ich auf Grund dessen die Variante wechsle, die mich dann in der Zeit nicht so viel kostet, so dass es für mich "profitabel" ist zu wechseln, finde ich jetzt nicht so richtig, sondern würde es eher als gute Entscheidung bezeichnen.
jeder der mich etwas besser kennt und auch die Hände sieht, die ich so verliere, wird einfach nur zustimmen können, dass die Varianz teilweise wirklich böse Sachen mit mir macht, leider etwas mehr als bei manch wem anders.
bei mir ist aber auch das Problem, dass ich in einem DS (auch wenn es vllt nur ne 10 BI Varianz[!] ist) recht schnell tilte. das ist aber eine "Charackterschwäche", und wohl neben der Varianz der Grund, warum ich immer noch nicht höher bin.
das ich die HU-SNGs momentan spiele hat allerdings mehrere Gründe: zum einen möchte ich vor allem in sehr sehr marginalen Spots noch ein wenig mein Wissen verbessern, was gerade in HU-SNGs sehr gut lernbar ist (s. z.B. Doc Keiner's Blog). zum anderen möchte ich momentan einfach etwas Spaß haben.
bei einem gebe ich dir aber recht: ich wechsel teilweise zu schnell die Varianten, zwar auch teils zum selbstschutz, aber auch einfach viel zu oft aus langeweile.
achso: die Tips sollen natürlich für Anfänger/Einsteiger sein. Ich denke, dass sich jeder etwas erfahrenere Spieler bereits mit dem Thema auseinander gesetzt hat.
mfG
Civ*
gute Postings Civ..
Obwohl ich auf die Kohle mittlerweile angewiesen bin und davon lebe, halte ich meine 35BI Rolle für komfortabel..(der Rest für immer ausgecasht) einfach aus dem Grund, das ich ein gutes Gefühl habe das Limit zu schlagen. Außerdem bin ich n NIT :) und das hilft auch.
gruß
ds80
Jo, musst schon selber wissen, was du machst, ich kann dir nur den Tipp geben, die Fehler lieber bei dir selber zu suchen und nicht immer die bösen Karten für alles verantwortlich machen.
Trotzdem viel Glück!
333
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